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Latein

 

3. Fremdsprache am Königin-Mathilde-Gymnasium

 
`Latein ist tot, es lebe Latein!´ (Wilfried Stroh, 2007)
 
 
Was ist Latein?
 
Aus einem kleinen Dorf am Tiber namens Rom entwickelte sich eine Sprache, die die damalige Welt beherrschen sollte. Ihren Namen erhielt diese Sprache von der Landschaft Latium, in der Rom liegt -
LATEIN.
Jahrhunderte später erstreckte sich das Römische Reich, das Imperium Romanum, vom heutigen Spanien und Portugal im Westen bis zum Schwarzen Meer im Osten, vom heutigen Großbritannien im Norden bis nach Nordafrika.
 
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Die unterworfenen Völker lernten nicht nur die Kultur der Römer und deren technische Erfindungen kennen, sondern auch die Sprache. Latein lebte noch weiter, als das Römische Reich längst zerfallen war. Die so genannten romanischen Sprachen (z. B. Französisch, Spanisch), haben sich unmittelbar aus dem Lateinischen entwickelt.
Auch ein Großteil des englischen Wortschatzes stammt aus dem Lateinischen bzw. aus den romanischen Sprachen. Im Deutschen finden wir ebenfalls zahlreiche Wörter, die aus dem Lateinischen kommen oder damit zusammenhängen.
 
Beispiel:
Latein
Französisch
 Spanisch Englisch
Deutsch
ventum
vent
viento
wind
Wind
humanitas
humanité
humanidad
humanity
Humanität
 
Lateinische Worte begegnen zudem im Alltag, z. B. bei Produktnamen.
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Wozu Latein lernen?
- Die Welt der Römer und die lateinische Sprache haben unsere europäische Welt und unsere europäische Kultur entscheidend mitgeprägt und beeinflussen sie noch immer.

- Das Erlernen der lateinischen Sprache fördert die Allgemeinbildung. Es ermöglicht, Zeugnisse der von der lateinischen Sprache geprägten Kultur zu verstehen, zu deuten und sich die fremde, aber für unsere Welt bedeutsame Welt der Römer zu erschließen.
 
Das wird auch deutlich in den Exkursionen, z. B. auf der alle zwei bzw. drei Jahre stattfindenden ROM-Fahrt der Lateinkurse des Königin-Mathilde-Gymnasiums.
 
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- Es macht Freude, sich mit der lateinischen Sprache zu beschäftigen. Das gilt besonders für Schülerinnen und Schüler mit Interesse an Geschichte(n) und Sprachen.

- Latein schult Genauigkeit und Konzentration fachübergreifend, stärkt die Sprach- und Lesekompetenz im Deutschen und begünstigt durch die grundlegende Sprachgrammatik das Erlernen weiterer Fremdsprachen.

Als dritte Fremdsprache am Königin-Mathilde-Gymnasium kommt dieses bessere Verstehen (z. B. des Grammatiksystems) auch den ersten beiden Fremdsprachen zu Gute
 
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- Die lateinische Sprache war bis ca. 1900 die Sprache der Wissenschaften.
So sind für viele Studienfächer Lateinkenntnisse oder das Zertifikat `Latinum´ Zulassungs- oder Abschlussvoraussetzung (z. B. Fremdsprachen, Geschichte, Archäologie, Theologie, …).
Wegen der unglaublichen Fülle an Fachwörtern lateinischen Ursprungs und wegen der Arbeitsweise sind solide Lateinkenntnisse aber auch für Fachrichtungen sinnvoll, für die es keine offizielle Forderung von Lateinkenntnissen bzw. eines Latinums gibt (z. B. in Jura / Rechtswissenschaften: Auslegung von Gesetzestexten; in Medizin: Fachsprache).
Allerdings sind Lateinkenntnisse auch für den Fall, dass kein Studium angestrebt wird, vorteilhaft, da in einer Reihe von Ausbildungsberufen (z. B. Biologisch-technische Assistent/-in BTA, Pharmazeutisch-technische Assistent /-in PTA, Chemisch-technische Assistent / -in CTA, Arzthelfer /-in, Rechtsanwaltsgehilfe /-in …) die Fachsprache sehr stark vom lateinischen Wortschatz geprägt ist.
 
- Das Latinum (= Zertifikat der Sprache Latein) berechtigt zum bundesweiten Studium aller Fachrichtungen, die Lateinkenntnisse voraussetzen.
 

TIPP: Wenn man sich alle Wege offen halten will, ist es sinnvoll, Zertifikate während der Schulzeit zu erwerben. Fehlt nämlich das Zertifikat `Latinum´, dann muss es unter erheblichen persönlichen Einsatz nachgeholt werden:

 
- Es kommt zu einer Studienzeitverlängerung, da der Besuch der kostenlosen regulären Latinumskurse und die Vorbereitung zur Latinumsprüfung in der Regel neben dem eigentlichen Studienprogramm stattfinden.
- Es kommt zu finanziellen Belastungen, da entweder die längere Studienzeit finanziert sein muss oder kostenpflichtige Intensivkurse in den Semesterferien bei privaten Anbietern besucht werden.
- Es entsteht eine zusätzliche psychische Belastung, weil die im Universitätskurs erworbenen Lateinkenntnisse durch eine schriftliche und mündliche Abschlussprüfung festgestellt werden.
 
Wie bekomme ich das Latinum?
Ohne jede Zusatzprüfung wird bei dem Lateinlehrgang am Königin-Mathilde-Gymnasium, der mit Jahrgang 8 einsetzt, das Latinum erteilt, wenn eine Schülerin bzw. ein Schüler fünf Jahre lang erfolgreich am Lateinunterricht teilgenommen hat und sie bzw. er als Abschlussnote im letzten Jahr mindestens die Note "ausreichend" (05 Punkte) erreicht hat.
 
Was macht man inhaltlich im Lateinunterricht?
- In der Sekundarstufe I wird u. a. das Grundgerüst der lateinischen Sprache mithilfe des Lateinbuches `prima C´ gelernt.
- In der Sekundarstufe II werden Originaltexte römischer Schriftsteller gelesen und interpretiert (z. B. Phaedrus, Caesar, Cicero, Ovid).
 
Latein ist nicht schwerer als andere Sprachen!p1180668klein.jpg
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wie sieht heutiger Lateinunterricht aus?
- Die Unterrichtssprache ist Deutsch.
- Wie auch in den neuen Fremdsprachen werden in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit verschiedene Methoden und Medien eingesetzt, z. B. methodisches Übersetzen, Wortschatzarbeit, Lernzirkel, Szenisches Spiel, Freiarbeit, Referate, PC, Film …
- Die Arbeitsanforderungen entsprechen denen in den neuen Fremdsprachen Englisch und Französisch (z. B. Vokabeltests, schriftliche Kursarbeit / Klausuren).
 
Lateinunterricht heute zeigt sich deutlich abwechslungsreicher als früher!
 
Neben der Arbeit mit dem anschaulichen Schulbuch `prima C´ (Buchner-Verlag) in den ersten Lateinjahren und ansprechenden Lektüreausgaben kommt es auch zu `Praxis´- Stunden und Kreativaufgaben:

z. B. Römische Ernährung – Backen nach römischen Rezepten in der Schulküche des Königin-Mathilde-Gymnasiums.
 
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z. B. Tipps des Dichters Ovid (ars amatoria)

 
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z. B. Latein und Naturwissenschaften

(Blätterbestimmungsübung, sprachlicher Schwerpunkt)

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z. B.: `1000 Jahre Marienstift auf dem Berge vor Herford - Lateinische Inschriften in und an St. Marien, Stift Berg´ (Inschriftenprojekt)

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z. B.: Herstellen und Ausprobieren römischer Spiele

(Rundmühle, Delta-Spiel, Soldatenspiel, Tangram)

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©Fotos HN

 

 

 

 

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